#ZEUGENSCHUTZPROGRAMM – Gruppenzwang

erstellt am: 13.11.2016

Der Mensch als solches ist ja von je her ein Rudeltier  (wenn man die Eremiten, die es schick finden auf einem Stein in der Wüste zu sitzen mal außen vor lässt) und umgibt sich daher gerne mit seinesgleichen.  Eigentlich schön, wenn da nicht immer mindestens ein radikaler „Aktivist“ wäre.

Dieser Mitmensch hat sich vorgenommen, sein Umfeld mit möglichst vielen E-Mail-Verteilern, WhatsApp- und Facebook-Gruppen in den Wahnsinn zu treiben. Über genau diese werden dann diverse Einladungen zur Thermomix-Party (wie, du hast den linksdrehenden Kochlöffel noch nicht???), Tupperparty (ohne die Glitzerbananen-Box gehen ja meine Kinder nicht mehr auf den Spielplatz, die MUSST du haben!) und inzwischen ja sogar zu Dildo-Partys (nach 15 Jahren Ehe muss frischer Wind ins Schlafzimmer!) unter die Leute gebracht.

Absagen? Geht gar nicht! Die Gruppen sind ja prinzipiell immer so gestaltet, dass jeder alles sehen kann, also auch wenn man still und heimlich versucht sich davonzuschleichen und die Nachricht zu löschen.

Das nächste Problem: Teilnahme verpflichtet zum Kauf, schließlich sammelt der Gastgeber ja Punkte und dann versteht es sich von selbst, dass man für die genaschten Salzstangen und den Platz auf der heimischen Couch auch etwas kauft. Das nennt man dann GRUPPENZWANG! Zwanghaft erfolgt die Teilnahme, zwanghaft wird versucht etwas zu kaufen, das man vielleicht auch tatsächlich brauchen kann, zwanghaft wird in den Schränken für die Einkäufe Platz gemacht und am Ende folgt dann auch noch das Zwangsgespräch mit dem Banker, weil der linksdrehende Kochlöffel den Kontostand gesprengt hat.

Spätestens dann freut man sich über die Teilnahme an einem #ZEUGENSCHUTZPROGRAMM