#ZEUGENSCHUTZPROGRAMM – Supermarkt-Idyll

Jetzt mal Hand aufs Herz liebe Mitmenschen. Wer von euch stand nicht auch schon im Supermarkt wahlweise vor der Fleischtheke oder im Kassenstau und hat sich die Zeit des Wartens damit vertrieben, zu überprüfen was andere „ich-muss-Samstags-einkaufen-und-warum-ist-es-da-immer-so-voll“-Leidensgenossen in ihrem Einkaufswagen haben?

Da gibt es die Bioverfechter, die ausschließlich artgerecht gehaltene Karotten, festkochende Kartoffeln der Sorte „Brunhilde“ und geschredderte Irgendwas-Samen zur Vervollständigung des körpereigenen  Vitaminhaushalts kaufen. Schnell erkennbar ist aber die Fast-Food-Fraktion, für die Kochen ein nötiges Übel ist, das man ganz gut mit dem Erwerb von Dosensuppen umgehen kann (sind ja auch Bilder von frischem Gemüse drauf, kann also nicht so schlecht sein!).

Während ich also darauf warte, dass entweder eine dritte Kasse eröffnet wird oder die Herrschaften vor mir die Kosten für ihren Einkauf centweise aus dem Portemonnaie gekramt haben, fällt mir die Geschichte von Jürgen von der Lippe ein:

Man steht an der Kasse in der Schlange und ist gleich dran. Der vor einem hat einen randvollen Wagen, genauso wie man selbst. Hinter einem der typische Klischee-Student, mit einer Stange Lauch und einem Naturjoghurt und zappelt schon leicht vor sich hin. Man fragt “Na ist das alles was sie haben?” Der junge Mann in der Hoffnung man lasse ihn vor, nickt eifrig und sagt “Jaaaa.” “Na da haben sie ja jetzt lange Zeit drüber nachzudenken ob sie was vergessen haben.“

Irgendwann zieh ich das echt mal durch, um mich anschließend schnell zu verstecken, im #ZEUGENSCHUTZPROGRAMM